Schwangerenuntersuchung 1
Die ersten Schwangerenuntersuchung findet bis zur 16. Schwangerschaftswoche (SSW 15+6) statt. Die Ärztin oder der Arzt führt eine frauenärztliche (gynäkologische) Untersuchung durch. Es werden beispielsweise Gewicht, Blutdruck und Harn untersucht. So kann der Gesundheitszustand umfassend beurteilt werden. Dadurch ist eine gute Beratung zu Schwangerschaft, Gesundheitsvorsorge und Lebensstil möglich. Außerdem wird geklärt, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
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In diesem Termin wird die Schwangerschaft per Harntest oder mittels Ultraschalluntersuchung bestätigt. Die Ultraschalluntersuchung wird meistens über die Scheide (vaginal) durchgeführt, weil die Gebärmutter in dieser frühen Phase der Schwangerschaft noch tief im Becken liegt. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt (Gynäkologin/Gynäkologe) überprüft, ob die Schwangerschaft normal verläuft und ob Sie und Ihr Baby gesund sind. Es wird untersucht, wo sich das Baby eingenistet hat und geprüft, ob ein Herzschlag zu sehen ist und ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt.
Anhand der letzten Regelblutung (Menstruation) und des Ultraschalls wird der voraussichtliche Geburtstermin berechnet. Das ist der Zeitraum, in dem Ihr Baby wahrscheinlich geboren wird.
Ein wichtiger Teil der Untersuchung ist das Gespräch über Ihre gesundheitliche Vorgeschichte (Anamnese). Dabei werden Sie z. B. nach früheren Schwangerschaften, Operationen, Krankheiten oder eingenommenen Medikamenten gefragt.
Zusätzlich kann direkt bei der Ärztin oder Blut abgenommen werden, um verschiedene Werte zu untersuchen. Dazu gehören die Blutgruppe, der Rhesusfaktor oder der Eisenwert. Außerdem wird getestet, ob Infektionen wie Röteln, Syphilis oder HIV vorliegen. Bei Bedarf wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals zur Krebsvorsorge (PAP-Abstrich) entnommen.
Bei jeder Schwangerenuntersuchung wird der Blutdruck gemessen und der Harn untersucht. So kann eine Präeklampsie (umgangssprachlich Schwangerschaftsvergiftung) ausgeschlossen werden.
Warum ist die Untersuchung wichtig?
Die Untersuchung hilft, mögliche gesundheitliche Risiken früh zu erkennen und zu behandeln. So kann die Schwangerschaft möglichst gesund und sicher verlaufen. Außerdem kann die Ärztin oder der Arzt entscheiden, ob besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. ein vorzeitiger Mutterschutz, notwendig sind.
Alle Ergebnisse der Untersuchung werden von der Ärztin oder dem Arzt im Eltern-Kind-Pass eingetragen. Der Eltern-Kind-Pass begleitet die Schwangerschaft. Er ist auch danach für die Betreuung des Kindes durch medizinisches Fachpersonal wichtig.
Alle Ergebnisse der Untersuchung werden von der Ärztin oder dem Arzt im Eltern-Kind-Pass eingetragen. Der Eltern-Kind-Pass begleitet die Schwangerschaft. Er ist auch danach für die Betreuung des Kindes durch medizinisches Fachpersonal wichtig.
Wo kann die Untersuchung gemacht werden?
Die Untersuchung kann bei Frauenärztinnen und Frauenärzten, Hausärztinnen und Hausärzten (Allgemeinmediziner:in) und in Ambulatorien der Krankenkasse, die Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen anbieten, durchgeführt werden.
Alle Untersuchungen im Eltern-Kind-Pass sind kostenlos, wenn sie von Ärztinnen oder Ärzten durchgeführt werden, die einen Vertrag mit der Sozialversicherung haben. Auch im Ausland durchgeführte Untersuchungen können in Österreich anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass die Untersuchung und der Zeitpunkt der Untersuchung den Vorgaben des österreichischen Eltern-Kind-Passes entsprechen.
Weitere Informationen:
Letzte Aktualisierung: 18.09.2026