Eltern-Kind-Pass

Kindesuntersuchung 2

Die zweite Kindesuntersuchung findet zwischen der 4. und 7. Lebenswoche statt. Dabei können die Ärztin oder der Arzt überprüfen, ob sich das Baby gesund entwickelt und ob wichtige Fähigkeiten altersgerecht entwickelt sind.

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht die körperliche Entwicklung Ihres Babys: Größe, Gewicht und Kopfumfang werden gemessen und mit Werten von Babys im gleichen Alter verglichen. So kann die Ärztin oder der Arzt feststellen, ob Ihr Kind gut wächst und sich gut entwickelt.

Auch die Ernährung Ihres Babys wird besprochen. Dabei geht es darum, ob Ihr Baby gestillt wird oder Säuglingsnahrung bekommt. Bei Fragen zur Ernährung erhalten Sie Unterstützung. Ihr Kind bekommt wieder Vitamin K, das wichtig für die Blutgerinnung ist.

Ein Teil der Untersuchung ist die allgemeine Gesundheit und Entwicklung  Ihres Babys. Die Ärztin oder der Arzt fragt Sie, ob es seit der Geburt Beschwerden gab, so z. B. häufiges Erbrechen, Gelbsucht oder Krampfanfälle. Außerdem wird untersucht, wie sich Ihr Baby bewegt (Motorik), wie es reagiert und wie es sich sozial und emotional entwickelt. Die Augen und die äußeren Geschlechtsorgane werden untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bewegungsapparat. Bei der orthopädischen Untersuchung werden Wirbelsäule, Schädel, Beine und Füße auf mögliche Fehlstellungen untersucht. Besonders wichtig ist der Hüftultraschall. Damit können z. B. Fehlbildungen an der Hüfte (Hüftdysplasien) früh erkannt werden. Eine möglichst frühe Behandlung ist wichtig, weil sie in den ersten Lebensmonaten besonders gut wirkt.

Außerdem informiert Sie die Ärztin oder der Arzt über Impfungen, die laut Impfplan empfohlen sind.

Stillende Mutter mit Baby.
Warum ist die Untersuchung wichtig?

Die zweite Untersuchung ist ein wichtiger Vorsorgetermin. Dabei können Entwicklungsauffälligkeiten oder Erkrankungen früh erkannt werden, z. B. Fehlstellungen der Hüfte. So kann rechtzeitig mit einer Behandlung, z. B. Physiotherapie (Therapie, um die Bewegungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit des Körpers zu erhalten, zu verbessern oder wieder zu erreichen), begonnen werden. Außerdem erhalten Eltern Unterstützung und Antworten auf Fragen, z. B. zur Ernährung, zum Schlaf oder zur Sicherheit im Alltag.

Wo kann die Untersuchung gemacht werden?

Die Untersuchungen können von Kinderärztinnen und Kinderärzten (Pädiater:in), Hausärztinnen und Hausärzten (Allgemeinmediziner:in) oder Fachambulatorien für Kinderheilkunde durchgeführt werden. 

Wichtig: Nicht jede Arztpraxis bietet Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen an. Deshalb ist es sinnvoll, vorab nachzufragen.

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026