Eltern-Kind-Pass

Hüftultraschall 1

Der erste Hüftultraschall findet in der ersten Lebenswoche statt. Üblicherweise wird ein zweiter Hüftultraschall zwischen der 6. und 8. Lebenswoche durchgeführt. Bei dieser Untersuchung werden Form und Entwicklung der Hüftgelenke beurteilt. Ziel ist es, eine Entwicklungsstörung der Hüfte, die sogenannte Hüftdysplasie, früh zu erkennen.

Ihr Baby liegt beim Hüftultraschall auf einer Liege. Mit einem kleinen Schallkopf werden beide Hüftgelenke untersucht. Das Ergebnis zeigt, ob die Hüften altersgerecht entwickelt sind oder ob weitere Untersuchungen oder Behandlungen notwendig sind. Manchmal ist eine Überweisung zu orthopädischen Fachärztinnen oder Fachärzten notwendig, um die Hüfte gezielt mit speziellen Bandagen zu unterstützen. 

Warum ist die Untersuchung wichtig?

Mit der Untersuchung kann früh erkannt werden, ob die Hüftpfanne des Babys noch nicht vollständig entwickelt ist und dem Hüftkopf zu wenig Halt gibt. Diese Entwicklungsstörung wird Hüftdysplasie genannt und kommt bei 4 Prozent aller Neugeborenen vor. 

Wird eine Hüftdysplasie in den ersten Lebenswochen erkannt, kann sie meist gut behandelt werden. So kann sich die Hüfte gut weiterentwickeln und spätere Beschwerden oder Bewegungseinschränkungen können vermieden werden.  

Wo kann die Untersuchung gemacht werden?

In manchen Krankenhäusern werden die ersten Untersuchungen für Neugeborene und der Hüftultraschall direkt nach der Geburt im Krankenhaus gemacht. In anderen Fällen, z. B. nach einer ambulanten Geburt, einer Hausgeburt oder in kleineren Krankenhäusern, können die Untersuchungen von einer Kinderärztin/einem Kinderarzt (Pädiater:innen), einer Orthopädin oder einem Orthopäden durchgeführt werden. 

Ergänzende Beratungs- und Unterstützungsangebote:

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026