Eltern-Kind-Pass

Arten der Geburt (Geburtsmodus)

Geburtsgeschichten sind so individuell wie jedes Kind selbst. Medizinisch gesehen gibt es drei mögliche Arten, wie ein Kind auf die Welt kommen kann: durch eine vaginale, eine vaginal-operative oder per Bauchgeburt / Kaiserschnitt. Je weiter eine Schwangerschaft voranschreitet, umso intensiver setzen sich Eltern mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Geburt auseinander. Hier gibt es einen Überblick über die unterschiedlichen Arten der Geburt – auch Geburtsmodus - genannt.

Vaginale Geburt

Im medizinischen Sinn spricht man in diesem Fall auch oft von einer Spontangeburt. Die meisten Kinder kommen vaginal auf die Welt. Wenn keine medizinischen Einwände oder Risiken bestehen, wird meistens eine vaginale Geburt angestrebt. Die vaginale Geburt ist mit vielen Vorteilen für Sie und Ihr Baby verbunden. Die Website des Österreichischen Hebammengremiums bietet einige Informationen zur vaginalen Geburt: Geburt

Vaginal operative Geburt 

Mit vaginal-operativen Geburten sind meistens Vakuumgeburten (auch Saugglockengeburten genannt) gemeint. Das heißt, dass das Baby durch einen flachen Aufsatz am Hinterkopf mittels Vakuum über die Vagina geboren wird. Dabei muss eine Ärztin oder ein Arzt während der Geburt unterstützen. Diese Variante wird nur eingesetzt, wenn während der letzten Phase der Geburt (Austrittsphase) eine Komplikation auftritt und das Baby schnell geboren werden muss. 

Auch die Verwendung einer Geburtszange wird zu den vaginal-operativen Geburten gezählt. Dabei wird in der Austrittsphase eine Art ”Zange” aus zwei löffelartigen Hälften um den Kopf des Kindes gelegt, um die Geburt rascher zu beenden. Die Geburtszange wird in Österreich aber kaum mehr angewendet. 

Kaiserschnitt/Bauchgeburt (medizinisch: Sectio)

Bei einer Bauchgeburt / einem Kaiserschnitt wird das Baby nicht durch die Vagina, sondern durch einen operativen Eingriff über den Bauch der Gebärenden geboren. Es gibt unterschiedliche Formen einer Bauchgeburt / eines Kaiserschnitts: 

  • Man spricht von einem primären Kaiserschnitt (auch primäre Sectio), wenn der Eingriff schon vor Geburtsbeginn geplant ist. Das kann aufgrund medizinischer oder persönlicher Gründe der Fall sein. 
  • Ein sekundärer Kaiserschnitt (auch sekundäre Sectio) tritt ein, wenn der Eingriff nach dem Einsetzen von Wehen oder dem Blasensprung (also nach Geburtsbeginn) wegen unerwarteter Komplikationen oder sonstigen Gründen notwendig wird.
  • In seltenen, dringenden Fällen wird ein Not- bzw. Akutkaiserschnitt (auch Not-/Akutsectio) durchgeführt. Das ist in einer bedrohlichen, akuten Situation für die Gebärende oder das Kind notwendig. Dabei wird der Eingriff sofort innerhalb weniger Minuten durchgeführt.

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026