Eltern-Kind-Pass

Syphilis in der Schwangerschaft

Eine Syphilisinfektion während der Schwangerschaft ist sowohl für die Schwangere als auch für das ungeborene Kind mit Risiken verbunden. Frühzeitige Diagnose und Behandlung helfen.

Syphilis, auch Lues genannt, ist eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Ohne rechtzeitige Diagnose und Behandlung kann die Erkrankung in verschiedenen Stadien fortschreiten und diverse Gesundheitsprobleme verursachen

Eine Schwangere, die sich angesteckt hat, kann das Bakterium während der Schwangerschaft oder bei der Geburt auf ihr Kind übertragen. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung hängt vom Stadium der Schwangeren und anderen Faktoren ab.

Auswirkungen auf das Kind

Wenn eine mit Syphilis infizierte Schwangere nicht behandelt wird, kann das Kind mit dieser Krankheit geboren werden und zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen. Mit Syphilis geborene Kinder, die nicht behandelt werden, können Entwicklungsverzögerungen, Krampfanfälle und andere schwerwiegende gesundheitliche Probleme entwickeln. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig über die Diagnose Bescheid zu wissen, um Therapien einzuleiten.

Prävention und Behandlung von Syphilis

Im Rahmen des Eltern-Kind-Passes wird daher empfohlen, dass alle Schwangeren bis zur 16. Schwangerschaftswoche (bis SSW 15+6 Tage) mittels einer Blutuntersuchung (1. Laboruntersuchung) auf Syphilis getestet werden. Bei einem positiven Testergebnis ist eine Behandlung mit Penicillin (Antibiotikum) üblich. Bei rechtzeitiger und passender Therapie können die Risiken für das ungeborene Kind stark verringert werden. Es ist wichtig, auch den/die Partner:in oder andere Personen, mit denen man sexuellen Kontakt hatte, über ein positives Testergebnis zu informieren. So können diese sich ebenfalls testen und gegebenenfalls behandeln lassen. Die Verwendung eines Kondoms bietet übrigens den sichersten Schutz vor einer Syphilis, insbesondere bei wechselnden Sexualpartner:innen.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026