Eltern-Kind-Pass

Präeklampsie

Präeklampsie ist eine seltene Erkrankung in der Schwangerschaft mit erhöhtem Blutdruck und Eiweiß im Harn. Früher wurde Schwangerschaftsvergiftung dazu gesagt. Diese Erkrankung kann die Gesundheit der Schwangeren und des ungeborenen Kindes ernsthaft gefährden. Deshalb wird im Rahmen der Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen regelmäßig auf Anzeichen einer Präeklampsie geachtet.

Eine Präeklampsie tritt meist in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf. Typisch sind erhöhter Blutdruck und Eiweiß im Harn. Zusätzlich kann sich Wasser im Körper ansammeln, z. B. an Händen, Beinen oder im Gesicht. Nach der Geburt bildet sich die Erkrankung in der Regel wieder zurück.

Bei den Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen wird auf Anzeichen einer Präeklampsie geachtet. Dazu werden regelmäßig der Blutdruck gemessen und der Harn untersucht. So können Auffälligkeiten früh erkannt werden.

Welche Anzeichen können auf eine Präeklampsie hinweisen?

Mögliche Anzeichen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Sehstörungen oder Lichtempfindlichkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen im Oberbauch
  • plötzliche Gewichtszunahme

Die Beschwerden können sich rasch verschlechtern. Deshalb ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung wichtig.

Wer hat ein höheres Risiko?

Das Risiko für eine Präeklampsie ist erhöht,

  • wenn bereits in einer früheren Schwangerschaft eine Präeklampsie aufgetreten ist, 
  • bei einer Nierenerkrankung, 
  • bei bestehendem Bluthochdruck, 
  • bei Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes), 
  • bei starkem Übergewicht, 
  • oder bei einer Mehrlingsschwangerschaft.

Auswirkungen einer Präeklampsie

Bei einer Präeklampsie können Ihre Blutgefäße verändert sein. Dadurch kann der Mutterkuchen (Plazenta) Ihr Baby schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Mögliche Folgen für Ihr Baby sind:

  • ein eingeschränktes Wachstum, 
  • eine vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens, 
  • eine Frühgeburt. 

Auch Ihre Gesundheit kann beeinträchtigt werden. Betroffen sein können z. B. Nieren oder Leber. In schweren Fällen kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

Wie wird Präeklampsie behandelt?

Werden Anzeichen einer Präeklampsie festgestellt, sind weitere Kontrollen notwendig. Je nach Schwere der Erkrankung sind zusätzliche Untersuchungen, Medikamente oder eine Betreuung im Krankenhaus erforderlich. Bei schweren Fällen kann es notwendig werden, die Schwangerschaft früher zu beenden.

Bei Unsicherheiten oder Beschwerden wenden Sie sich an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt (Gynäkologin oder Gynäkologe) bzw. Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt!

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026