Hepatitis B in der Schwangerschaft
Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Infektion der Leber. Die Krankheit kann von einer akuten, kurzfristigen Erkrankung bis zu einer chronischen, lebenslangen Erkrankung variieren. Eine Übertragung während einer Schwangerschaft kann verhindert werden.
HBV wird hauptsächlich durch den Kontakt mit infiziertem Blut und anderen Körperflüssigkeiten übertragen. Dies kann durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem:einer infizierten Partner:in, gemeinsame Nutzung verunreinigter Nadeln oder – ohne geeignete Gegenmaßnahmen –durch Weitergabe von einer mit HBV infizierten Schwangeren auf ihr Baby bei der Geburt geschehen.
Hepatitis B bei Neugeborenen
Babys, die bei der Geburt mit HBV angesteckt werden, haben ein hohes Risiko, chronische Träger:innen des Virus zu werden. Chronische Hepatitis B kann zu verschiedenen Lebererkrankungen in späteren Lebensjahren führen. Es ist daher wichtig, die Diagnose zu kennen und rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu setzen.
Schwanger mit HBV: Vorsorge und Behandlung
Ein Screening aller Schwangeren auf Hepatitis B ist im Eltern-Kind-Pass im Rahmen der ersten Laboruntersuchung bis zur 16. Schwangerschaftswoche (SSW 15+6) vorgesehen. Früherkennung und Vorbeugung sind entscheidend, um das Risiko einer HBV-Übertragung zu minimieren. Neugeborene von HBV-positiven Müttern sollten innerhalb von 12 Stunden nach der Geburt eine Impfung gegen HBV (aktiv und passiv) und später entsprechende Folgeimpfungen erhalten. Dies kann das Risiko einer HBV-Infektion stark reduzieren.
Bei einigen Schwangeren mit hoher Viruslast kann eine sogenannte antivirale Therapie in den letzten Wochen der Schwangerschaft empfohlen werden, um das Übertragungsrisiko zu verringern.
Stillen wird generell als sicher angesehen, wenn das Neugeborene angemessen geimpft wurde, da HBV nicht über die Muttermilch übertragen wird.
Letzte Aktualisierung: 15.09.2026