Stillen und Säuglingsernährung
Stillen hat viele gesundheitliche Vorteile für das Baby und die stillende Mutter. Es ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Beim Stillen erlebt das Baby Nähe und Geborgenheit. Gleichzeitig werden seine Sinne angeregt.
Für viele Frauen ist es gerade am Anfang nicht immer leicht zu stillen. Mutter und Baby müssen sich erst aufeinander einstellen und das Stillen gemeinsam üben. Planen Sie deshalb ausreichend Zeit und Ruhe für das gemeinsame Üben ein. Informieren Sie sich am besten schon in der Schwangerschaft und bereiten Sie sich auf das Stillen vor. Dabei helfen ein Geburtsvorbereitungskurs oder eine Stillvorbereitung bei einer Hebamme.
Informationen zu folgenden Themen helfen Ihnen, um sich auf das Stillen vorbereiten:
- Milcheinschuss nach der Geburt und körperliche Veränderungen der Mutter
- Hungersignale Ihres Babys und Häufigkeit des Stillens
- Hilfsmittel für die Unterstützung beim ersten Stillen
- bequeme Anlegepositionen
- Stillbeschwerden und was Sie dagegen tun können (z. B. Brustwarzenpflege)
- Unterstützung durch die:den Partner:in oder andere Familienmitglieder
Tipps für einen guten Stillstart und Stillpositionen erhalten Sie in diesen Erklärvideos.
Der Stillbeginn ist ein Prozess, der ganz unterschiedlich verlaufen kann – Mutter und Baby müssen beide zunächst das Stillen lernen und sich daran gewöhnen. Viele Probleme und Schmerzen beim Stillen lassen sich oft durch eine gute Anlegetechnik vermeiden.
Wer kann beim Stillen unterstützen?
Unterstützung beim Stillen bekommen Mütter bei Hebammen oder Stillberater:innen. Eine Hebamme beantwortet vor und nach der Geburt Fragen zum Stillen. Für die Zeit nach der Geburt besteht Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme, deren Leistungen von der Krankenkasse übernommen werden. In den ersten fünf Tagen nach der Geburt besucht eine Kassen-Hebamme die Familie einmal täglich zu Hause.
Bei zusätzlichem Unterstützungsbedarf stehen bis zu sieben weitere Besuche oder Sprechstunden in einer Hebammenpraxis zur Verfügung. Diese können vom sechsten Tag bis zur achten Woche nach der Geburt in Anspruch genommen werden.
Die Kosten für Stillberater:innen sind unterschiedlich hoch und werden nicht von der Krankenkasse übernommen.
Wenn nicht oder nur teilweise gestillt wird
Wenn nicht oder nur teilweise gestillt wird, ersetzt nur Säuglingsanfangsnahrung während der ersten Lebensmonate die Muttermilch als ausschließliche Nahrung. Sie entsprechen als einziges verarbeitetes Nahrungsmittel den Ernährungsanforderungen von Säuglingen während der ersten Lebensmonate bis zur Einführung der Beikost. Diese Nahrung ist als „Pre“ oder „1“ gekennzeichnet. Auch hier beraten Hebammen über die Wahl der Säuglingsanfangsnahrung und zur Ernährung mit der Flasche.
Weitere Informationen:
Ergänzende Beratungs- und Unterstützungsangebote:
Letzte Aktualisierung: 15.09.2026