Babyblues
Viele Frauen erleben nach der Geburt große Gefühlsschwankungen, die als Babyblues bezeichnet werden. Obwohl sie sich über das Baby freuen, fühlen sie sich traurig, ängstlich, gereizt, erschöpft oder überfordert. Am stärksten ist der Babyblues am 3. bis 5. Tag nach der Geburt.
Diese Gefühle sind eine normale Reaktion auf die körperlichen und seelischen Veränderungen nach der Geburt und kommen bei sehr vielen Frauen nach der Geburt vor. Statt einer medizinischen Behandlung braucht es meist nur ein achtsames und verständnisvolles Umfeld. Der Babyblues hat nichts mit psychischen Erkrankungen zu tun, die rund um die Geburt auftreten können.
Der Babyblues geht rasch vorüber. Trotzdem brauchen Frauen in dieser Zeit eine liebevolle und unterstützende Umgebung. Das Umfeld hat großen Einfluss darauf, ob und wie stark der Babyblues auftritt. Wichtig ist außerdem, die Symptome aufmerksam zu beobachten, da sich dahinter auch eine postpartale Depression (Depression nach Schwangerschaft und Geburt) verbergen kann.
Babyblues oder doch Postpartale Depression
Fühlen Sie sich auch nach einigen Wochen nicht besser, sollten Sie mit jemandem darüber sprechen und ärztliche oder psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Wenn Sie über längere Zeit traurig, erschöpft, verzweifelt oder antriebslos sind, kann das auf eine postpartale Depression hinweisen.
Wo finden Sie Unterstützung?
- Kontakte von Ambulanzen, Beratungsstellen und -angeboten in Ihrem Bundesland finden Sie in der Broschüre „… eigentlich sollte ich glücklich sein“.
- Die Familienbegleitung der Frühen Hilfen hilft Ihnen bei der Organisation von unterstützenden Angeboten.
Letzte Aktualisierung: 15.09.2026