Beikost
Das rasche Wachstum und die Entwicklung im ersten Lebensjahr stellen besondere Anforderungen an die Ernährung des Babys. In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch die ideale Nahrung für das Baby. Falls nicht oder nur teilweise gestillt wird, ist Säuglingsanfangsnahrung der beste Ersatz für Muttermilch (Humanmilch).
Jedes Kind wächst unterschiedlich. Manche Kinder wachsen schneller, andere langsamer. Die Körpergröße der Eltern, die Ernährung und andere Faktoren spielen dabei eine Rolle und werden bei der Beurteilung berücksichtigt.
Rund um den 6. Lebensmonat reicht Muttermilch bzw. Säuglingsanfangsnahrung nicht mehr aus. Ihr Baby braucht dann mehr Nährstoffe und mehr Energie. Beikost ist Essen, das ein Baby zusätzlich zur Muttermilch bekommt.
Wann Ihr Baby bereit für die erste Beikost ist, hängt von seiner individuellen Entwicklung ab. Bestimmte Reifezeichen zeigen, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Reifezeichen für Beikost sind:
- Aufrecht sitzen mit wenig Hilfe
- Kontrollierte Bewegungen mit dem Kopf
- Essen mit den Lippen vom Löffel in den Mund befördern
- Die Hand gezielt zum Mund bewegen
- Interesse am Essen anderer Personen zeigen
- Der Ausspuck-Reflex ist verschwunden
- Die ersten Zähne könnten bereits da sein
Beobachten Sie Ihr Baby und achten Sie auf seine Signale.
Mit 4 Monaten (ab der 17. Lebenswoche) können Sie beginnen, Ihr Baby langsam an Beikost zu gewöhnen. Spätestens mit 6 Monaten (ab der 26. Lebenswoche) sollten Sie mit der Beikost beginnen. Am Anfang reichen wenige Löffel. Danach kann die Menge Schritt für Schritt erhöht werden.
Ab dem 10. Monat braucht Ihr Kind regelmäßig Flüssigkeit. Das beste Getränk für Ihr Baby ist Trinkwasser.
Sie sind unsicher, ob Ihr Baby schon bereit für den ersten Brei ist? Sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt bei den Untersuchungen. Außerdem können Sie die Entwicklung Ihres Babys auch im Eltern-Kind-Pass nachlesen.
Letzte Aktualisierung: 15.09.2026