Eltern-Kind-Pass

Frühe Erkennung von Hüftfehlentwicklungen bei Neugeborenen

Bei manchen Babys ist das Hüftgelenk bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt. Der Hüftultraschall hilft, Auffälligkeiten früh zu erkennen. So kann die Hüfte bei Bedarf rechtzeitig unterstützt und die weitere Entwicklung gut begleitet werden.

Damit sich die Hüfte gut entwickeln kann, sind im Eltern-Kind-Pass zwei Ultraschalluntersuchungen der Hüfte vorgesehen: in der 1. Lebenswoche und noch einmal zwischen der 6. und 8. Lebenswoche.

Was ist eine Hüftfehlentwicklung?

Bei manchen Babys ist die Hüftpfanne noch nicht vollständig entwickelt. Dadurch hat der Hüftkopf nicht genügend Halt. Diese Fehlentwicklung wird fachsprachlich Hüftgelenksdysplasie genannt.

In ausgeprägten Fällen kann der Hüftkopf teilweise oder vollständig aus der Hüftpfanne rutschen. Das wird als Hüftgelenksluxation oder Ausrenkung des Hüftgelenks bezeichnet.

Wie wird eine Hüftfehlentwicklung behandelt?

Bei einer Hüftgelenksdysplasie muss die Hüfte beim Wachsen unterstützt werden. Das passiert durch eine bestimmte Haltung, die „Sitz-Hock-Stellung“. Dabei werden die Beine des Babys nach oben angewinkelt und leicht auseinandergehalten. 

Liegt bereits eine Ausrenkung des Hüftgelenks (Luxation des Hüftgelenks) vor, muss die Hüfte zunächst wieder eingerenkt werden. Anschließend wird sie stabilisiert, um eine erneute Ausrenkung zu verhindern.

Letzte Aktualisierung: 15.09.2026